Tag 8: Ein Duft

Kennt Ihr den Duft der ersten Frühlingstage?

Die Nase kribbelt von den Sonnenstrahlen, riecht Gras und Blüten. Die Luft wird endlich warm. Sie umspielt Röcke und wirbelt Haarsträhnen durcheinander. Der Regen der letzten Nacht ist noch zu erkennen, die grasbedeckte Erde trocknet bis sie in der Mittagspause von sonnenhungrigen Menschen bevölkert wird.

Im Laufe des Tages mischt sich der Duft von Kaffee und frischen Erdbeeren dazu. Bunte Flecken im Gras entpuppen sich als Butterblumen, Gänseblümchen, Löwenzahn. Sie ziehen Mädchen an, die sie verträumt anschauen. Manche stecken sich eine Blume hinters Ohr oder binden Kränze. Blumensamen gleiten wie kleine Fallschirme durch die Luft.

Mit der wandernden Sonne riecht es nach Gegrilltem, Weinschorle und Radler. Gitarrenklänge und Lachen sind zu hören, ab und an ein Summen. Die Wellen plätschern ans Ufer, bringen den Geruch von Wasser mit sich.

Mit viel Fantasie und geschlossenen Augen kann man sich das Meer vorstellen. Der Himmel färbt sich und es frischt schon auf. Eine Kühle Brise lässt die Menschen sich in ihre mitgebrachten Decken kuscheln. Heimelig warm und kuschelweich duftend sehen sie die Sterne.

Alle Sinne sind geschärft. Ein wundervoller Duft, den wir viel öfter wahrnehmen könnten.

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